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Chemikalien-Cocktail in unserer Nahrung


Bei Lebensmittel-Kontakt-Materialien, wie etwa Verpackungen oder Küchenartikel, muss sichergestellt sein, dass aus diesen keine Substanzen auf das Lebensmittel übergehen, die für Menschen schädlich sind.

12.000 Chemikalien werden bei Herstellung von Lebensmittel-Kontaktmaterialien eingesetzt.

3.221 Chemikalien findet man im Blut, die dort natürlich nicht vorkommen. Von der Eizelle bis zum Tod sind wird permanent mit einem Chemikaliencocktail belastet.

Das Food Packaging Forum (1) weist in einer aktuellen Veröffentlichung in der Zeitschrift „Environmental Health“ darauf hin, dass nur unzureichend bekannt ist, wie bedenklich dieser Cocktail wirklich für die menschliche Gesundheit ist.

Weder die Langzeitfolgen der einzelnen Chemikalien, noch die Wechselwirkungs-Effekte des Chemikalien-Cocktails insgesamt sind ausreichend untersucht.

Werden jetzt in der Kreislaufwirtschaft verstärkt Recycling-Materialien eingesetzt, kommen noch zahlreiche Substanzen zu diesem Cocktail hinzu.

Es werden deshalb folgende Forderungen aufgestellt:

  • Verzicht auf alle, als „gesundheitsgefährdend“ eingeschätzten Chemikalien
  • Entwicklung sicherer Alternativen auf Basis aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse
  • Überarbeitung der Risikoeinschätzung erlaubter Chemikalien
  • Bewertung der hormonellen Effekte
  • Schärfere Gesetzgebung und Kontrolle
  • Koordinierter Informationsaustausch zwischen allen Interessensgruppen

Gut gemeint für die Umwelt, aber schlecht für unsere Gesundheit!?

Ist dann nicht das chemische Recycling das bessere Verfahren, um die bei der Herstellung von Nahrungmittel-Kontakt-Materialen eingesetzten Chemikalien besser unter Kontrolle zu haben?

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(1) Jane Muncke et. al. (2020) - Environmental Health
Impacts of food contact chemicals on human health: a consensus statement